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THE OTHER SIDE | 2013 | site specific installation | Kunsthausbaselland| stainless steel photos: Douglas Stichbury/Sylvain Baumann   EXPOSITION/EXPOSURE | 2012-2013 |tryptique |paper in aluminium frame, museum glass| 51 x 41 x 1,5 cm each
http://www.kunsthausbaselland.ch      
Cette installation consiste en une main courante en inox qui, tout en circulant dans deux des salles du musée, fait obstacle à la fluidité des circulations du public. Pour passer d’une salle à l’autre, le spectateur n’a d’autre choix que de retourner sur ses pas pour emprunter le deuxième accès, ou de se livrer à une petite acrobatie pour franchir cette main-courante. Cette intervention confronte le spectateur à une modification de l’espace qui ne se situe pas simplement à proximité de l’œuvre, mais qui modifie la scénographie de l’exposition dans son ensemble. C’est la fluidité de la dramaturgie de l’exposition qui est sectionnée par la contrainte du mouvement du public. Cette mise en évidence de la dimension évènementielle de l’exposition accordée à la présence du public – ou à son absence – est ainsi une manière de revendiquer l’idée que notre expérience dans cet espace dépend d’un ensemble de facteurs extensifs qui subordonnent les œuvres et le travail de commissariat à des structures programmatiques et préconstruites du lieu.      

 

     

Sylvain Baumann interessiert sich für Zwischenräume, für den Pro- zess der Wahrnehmung, der in räumlichen und zeitlichen Zwi- schenräumen entstehen kann – sowie für Möglichkeiten und Ein- schränkungen, die Architektur für die eigene Bewegung vorgeben kann. Für die Ausstellung Being Specific! geht Baumann einen ent- scheidenden Schritt weiter in seiner Reflexion über die Konditionen unseres Verhaltens und unseres Denkens innerhalb des Raumes – ein Thema, das sein künstlerisches Schaffen bestimmt.
Der Künstler hat zwischen den beiden oberen Galerieräumen im Kunsthaus Baselland einen Handlauf aus Edelstahl installiert, höher als ein übliches Geländer. Statt von einem Raum in den nächsten zu führen, blockiert die Arbeit den Bewegungsfluss des Besuchers. Zwar ist es weiterhin möglich, von einer Seite aus in den nächsten Raum zu treten und die darin ausgestellten Werke (sowohl Frame- Arbeiten von Sylvain Baumann, die kaum wahrnehmbare „Lichtab- drücke“ zeigen, als auch Arbeiten von Nicole Wietlisbach nd Se- bastian Winkler) zu sehen, doch das nähere Beschreiten und die tatsächliche intensive Wahrnehmung ist verwehrt. Man ist angehal- ten umzukehren, die drei Kabinetträume von der anderen Seite zu betreten und nicht der üblichen linearen Bewegungsrichtung zu fol- gen.
Mit minimalen Mitteln und präzisen Setzungen eröffnet Baumann mit seinen Arbeiten und Rauminterventionen Fragen nach der kör- perlichen, kognitiven und sensiblen Erfahrung des Ausstellungs- raumes und der eigenen Verortung darin. Mit jedem Werk geht Baumann dieser Frage weiter nach und schreibt sie in einen anhal- tenden Prozess ein.

Ines Goldbach, Kunsthaus Baselland